Leitfaden

Veröffentlicht Die Idee

Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl. Bewegung im Raum, Orientierung und zielsicheres (Be-)nutzen des öffentlichen Raumes sind aber nur dann möglich, wenn minimale Kenntnisse über dessen Struktur vorhanden sind. Teilnahme an einer Gesellschaft ist nur dann möglich, wenn neben der Neugierde ein Mindestmaß an Sicherheit und kultureller Kenntnis vorhanden sind.

Nachdem sich gesellschaftliche Ordnungen und Vereinbarungen nirgends sichtbarer manifestieren und lesen lassen als im gebauten Raum und in den darin nutzbaren Infrastrukturen, nachdem kulturelle Eigenheiten in direkter Verbindung zum öffentlichen Raum und dessen Nutzbarkeit stehen, liegt es nahe, die Eigene Kultur, Sprache und Umgebung in Stadt- und Ortsführungen zu vermitteln. Genau dies soll durch Führungen von Schülern für minderjährige Flüchtlinge uns Asylbewerber in Bayern geschehen. Die Kinder selbst sollen aus ihrer Perspektive den Ort der sie selbst prägt, den sie selbst mit prägen erläutern und vermitteln und dazu beitragen, diejenigen, die auf unbestimmte Zeit Zwischenstation machen, willkommen zu heissen und gemeinsam zu lernen.

Dieser Leitfaden soll eine Hilfe für all diejenigen sein, die sich selbst engagieren möchten und entsprechende Führungen in ihren Städten und Gemeinden anbieten möchten. Er erhebt dabei in keinster Weise Anspruch auf Vollständigkeit und soll auch nicht ,abgearbeitet‘ werden. Die vorgeschlagenen Bereiche, Themen und Vorgehensweisen sollen lediglich als Anregungen für die jeweils individuell zu gestaltende Route dienen. Die Autoren haben versucht, auf der Basis der Informationen, die sie selbst in Erfahrung bringen konnten, die ihnen mitgeteilt wurden und um die gebeten wurde, einen Pool zusammenzustellen, der hoffentlich hilfreich ist.

Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl. Bewegung im Raum, Orientierung und zielsicheres (Be-)nutzen des öffentlichen Raumes sind aber nur dann möglich, wenn minimale Kenntnisse über dessen Struktur vorhanden sind. Teilnahme an einer Gesellschaft ist nur dann möglich, wenn neben der Neugierde ein Mindestmaß an Sicherheit und kultureller Kenntnis vorhanden sind.

Nachdem sich gesellschaftliche Ordnungen und Vereinbarungen nirgends sichtbarer manifestieren und lesen lassen als im gebauten Raum und in den darin nutzbaren Infrastrukturen, nachdem kulturelle Eigenheiten in direkter Verbindung zum öffentlichen Raum und dessen Nutzbarkeit stehen, liegt es nahe, die Eigene Kultur, Sprache und Umgebung in Stadt- und Ortsführungen zu vermitteln. Genau dies soll durch Führungen von Schülern für minderjährige Flüchtlinge uns Asylbewerber in Bayern geschehen. Die Kinder selbst sollen aus ihrer Perspektive den Ort der sie selbst prägt, den sie selbst mit prägen erläutern und vermitteln und dazu beitragen, diejenigen, die auf unbestimmte Zeit Zwischenstation machen, willkommen zu heissen und gemeinsam zu lernen.

Dieser Leitfaden soll eine Hilfe für all diejenigen sein, die sich selbst engagieren möchten und entsprechende Führungen in ihren Städten und Gemeinden anbieten möchten. Er erhebt dabei in keinster Weise Anspruch auf Vollständigkeit und soll auch nicht ,abgearbeitet‘ werden. Die vorgeschlagenen Bereiche, Themen und Vorgehensweisen sollen lediglich als Anregungen für die jeweils individuell zu gestaltende Route dienen. Die Autoren haben versucht, auf der Basis der Informationen, die sie selbst in Erfahrung bringen konnten, die ihnen mitgeteilt wurden und um die gebeten wurde, einen Pool zusammenzustellen, der hoffentlich hilfreich ist.

Mögliche Themenfelder

    • • abstrakter Überblick (Karte, Stadtplan, Verkehrsplan), bitte hinterfragen, ob derartige Unterlagen auch von allen Anwesenden gelesen und verstanden werden. Häufig existieren nicht nur sprachliche Barrieren, sondern auch Verständnisbarrieren, da über unbekannte Inhalte gesprochen wird. Nicht überall auf der Welt existieren U-Bahnen...
    • • Haltestellen, ÖPNV, Fahrkartenkauf
      • Religion: Kirche, Moschee, Synagoge, orthodoxe Kirche, Seelsorger etc.
      • Einkaufen: Wo, womit? Was ist teuer was ist angemessen? Was ist mit der Religion vereinbar? ...
    • • Veranstaltungskalender; regelmäßige Veranstaltungen (Feiertage, Wochenmarkt, Weihnachtsmarkt, Wiesn...)
    • • Sprachförderkurse VHS
    • • Sport, Schwimmbäder, Vereine etc.
    • • Büchereien
    • • Arbeits- und Sozialstellen
    • • Bei Mangel (Hunger, Arzt, Kleider und Schuhe...)
  • Wie lassen sich diese Themenfelder mit den kulturellen Eigenheiten der Nation, des Bundeslandes und des Ortes und somit der lokalen Historie in Verbindung bringen? Wo trifft sich wer und warum? Wie und wer kann teilnehmen? Was bedeuten „Sehenswürdigkeiten“ für die eigene Identität und für deren Vermittlung?

Stadt- und Ortsgeschichte

• Stadtplan / Historie der Gemeinde
• Wachsen und Schrumpfen
• Wirtschaftliche Macht und ökonomische Krisen
• die Zeit des Nationalsozialismus, der Krieg und seine Folgen, Binnenmigration
• Wiederaufbau
• Kirche und Staat, Säkularismus und die Folgen für das Ortsbild
• Monarchie, Demokratie und deren bauliche Auswirkungen
• Wem gehört der öffentliche Raum? was geschieht dort?
• Wie organisiert sich die Gesellschaft (Gemeinde)? Wie entwickelt sie sich? (Baulich, organisatorisch...)

Hilfreich könnte es sein, den Beginn einer derartigen Führung an einem geschützten, gastlichen Ort statt finden zu lassen, an dem man tatsächlich als Gastgeberin bzw. Gastgeber die Interessierten in Empfang nehmen kann und zumindest in kleinem Umfang bewirtet. In diesem Umfeld kann Vertrauen entstehen und vergleichsweise einfach vermittelt werden, wie und in welcher Form die gemeinsame Zeit geplant ist.

Nach der Führung durch den Ort könnte selbstverständlich, sofern dies mit den entsprechenden Betreuern und Verantwortlichen
organisiert werden kann, auch die Perspektive gewechselt werden. Die Gastgeber könnten zu Gästen werden und die bisherigen Teilnehmer werden zu den Führenden. Ein Besuch in den Erstaufnahmeeinrichtungen, begleitet und geführt von den Bewohnern kann viele Facetten des gegenseitigen Lernens bergen.